Ev.-luth. Kindergarten und Kinderhort Matthias-Claudius, Höchstadt a.d. Aisch

 

Wir stellen in unserer Arbeit bewusst das Kind mit seinen Bedürfnissen inden Mittelpunkt. Wir akzeptieren jedes Kind als Individuum mit seinen Stärken und Schwächen und geben ihm gleichzeitig die Möglichkeit, sich als Teil der Gemeinschaft zu fühlen.
Wir wissen, dass die individuelle Wertschätzung des Kindes die Grundvoraussetzung dafür ist, dass es sich im Kindergarten wohl und geborgen fühlen kann, und dass dies gleichzeitig die Basis für erfolgreiche Bildungsprozesse ist. Auf diesem Wissen bauen wir unsere täglichepädagogische Arbeit auf.

Der Kinderrat soll die Bedürfnisse der Kinder in unsere Arbeit einfließen lassen. Auch in Entscheidungen des Teams wird der Kinderrat mit einbezogen, z.B. welche Ausflugsziele besucht, welche Gruppenthemen behandelt und welche Gruppenregeln aufgestellt werden sollen. Weiterhin werden die Kinder von uns ermutigt, Kritik zu äußern. Der Kinderrat setzt sich aus je 2 Vorschulkindern aus jeder Gruppe zusammen und wird jährlich von den Vorschulkindern vorgeschlagen und demokratisch gewählt. Kinderratsitzungen werden nach Bedarf einberufen. Im Vorfeld finden in den jeweiligen Gruppen Kinderkonferenzen statt. Die Kinderräte vertreten die Meinung der Gruppe.

Beispiele der Partizipationsmöglichkeiten:

- Wahl von Alternativen bei Angeboten und Projekten (Projekte und Angebot werden von den aktuellen Themen der Kinder umgesetzt, Situationsansatz)
- freie Wahl von Spielarten und Spielpartnern
- kein Zwang, bei den Mahlzeiten bestimmte Speisen oder bestimmte Mengen zu sich zu nehmen
- Entscheidung der Vorschulkinder darüber, ob sie im Innen- oder im Außenbereich spielen möchten.

Die Möglichkeit sich zu beschweren, wird durch folgende Methoden umgesetzt:

- ein grundsätzlich offenes Ohr für die persönlichen Belange der Kinder, Signalisierung eines grundsätzlichen Interesses an den positiven wie negativen persönlichen Erfahrungen des Kindes durch die Erzieherin
- das Angebot von vertraulichen Einzelgesprächen (auf ausdrücklichen Wunsch des Kindes sowie als Angebot nach Beobachtung von entsprechenden Signalen des Kindes wie Traurigkeit, Wut, Sich-zurückziehen)
- Besprechung von Gruppenkonflikten oder Konflikten von einzelnen Kindern untereinander in Gesprächskreisen oder dem Morgenkreis.
- gemeinsame Besprechung und Erarbeitung (auch Überarbeitung) von Regeln und Grenzen
- regelmäßige Reflektion von Festen, Projekten und Ausflügen

Methodische Grundlagen für die Partizipationsmöglichkeiten der Kinder sind:

- eine gelebte Wertschätzung jeden Kindes in seiner individuellen Art
- eine bewusste Beteiligung der Kinder an Entscheidungen im Alltag der Einrichtung, im Rahmen ihrer individuellen physischen und psychischen Ressourcen
- ein differenziertes Arbeiten mit den Kindern im Rückzugsbereich, mit dem Angebot individueller Gespräche
- ein aktives Eingehen auf die verbalen und nonverbalen Signale der Kinder
- bedürfnisorientierte Angebote

Im pädagogischen Tageslauf muss dabei vor allem folgendes beachtet werden:

- der individuelle Entwicklungsstand sowie die Tagesform der Kinder
- eine Balance zwischen Forderung und Förderung
- eine Vermeidung von Überforderung
- das konsequente Angebot, Fortschritte an Selbstverwirklichung durch eigenes Tun zu erreichen
- ein Schutz aller Kinder vor Unfällen und/ oder Übergriffen (Selbstgefährdung, Gefährdung anderer